Wohnraum – Lebensraum

Dreieich ist eine lebens- und liebenswerte Stadt im Herzen des Rhein-Main-Gebietes. Auf Grund ihrer Lage ist sie als Wohn- und Arbeitsort begehrt. Wir werden die noch möglichen Entwicklungsflächen gezielt entwickeln, um unsere Stadt verantwortungsvoll wachsen zu lassen.

Bereits heute gibt es viele Straßen, in denen auf Grund der immensen Anzahl parkender Fahrzeuge ein geordneter Verkehr kaum noch möglich ist. Von den Gefahren für Fußgänger und Radfahrer durch zugeparkte Kreuzungsbereiche und damit ohne Einsichtsmöglichkeiten gar nicht zu sprechen. Eine weitere Erhöhung der Wohneinheiten, mittels einer Vergrößerung bestehender Wohnhäuser (Nachverdichtung), würde in diesen Bereich zudem zwangsläufig zu einem Verlust vieler Grün- und Freiflächen auf den Grundstücken führen. Damit einher ginge ein großer Verlust an Wohn- und Lebensqualität. Wir sehen in Nachverdichtungen daher nur nach einer gewissenhaften Prüfung und Abwägung ihrer Auswirkungen ein Mittel zur Entwicklung neuen Wohnraums.

Unter dem Namen „365 Tage – 365 Bäume“ wollen wir unsere Stadt grüner werden lassen. Dazu werden wir ein Förderprogramm zum Pflanzen von Bäumen ins Leben rufen. Nach flächendeckender Einführung der Biotonne hat sich das Förderprogramm zur Anschaffung von Kompostern erübrigt. Wir werden das Programm daher einstellen und die Mittel umwidmen.

Wir werden die Kleingärten aus dem Bereich zwischen der großen Hauptwiese der Baierhansenwiese und dem Hengstbach zu einer der anderen bestehenden Kleingartenanlagen verlagern. Hierzu werden wir den Bebauungsplan 2/82-K9 (Kleingärten Bellung) aufheben. Damit entfällt die Notwendigkeit diesen Bereich mit Autos erreichen zu können. Dies steigert die Qualität für die Naherholung und senkt die Gefahr von illegalen Abfallablagerungen. Zugleich werden damit auch die bereits erfolgten Leistungen zur Wiederherstellung der Baierhansenwiesen unterstützt. Zudem werden wir in den Feld- und Waldbereichen, welche unmittelbar an die Wohnbebauung angrenzen und damit besonders auch von Hundebesitzern frequentiert werden, für die Aufstellung von Müllbehältern zur Entsorgung von Kotbeuteln sorgen.

 

Buchschlag:

Wir wollen die Nahversorgung attraktiver gestalten und damit auf Dauer sichern. Hierzu gehören für uns die Verbesserung der Parksituation in diesem Bereich der Buchschlager Allee und die Aufwertung der dortigen Grünanlage. Eine nachhaltige Steigerung der Aufenthaltsqualität dient allen lokalen Einzelhändlern und damit einer wohnortnahen Versorgung mit den Dingen des täglichen Bedarfs.

 

Dreieichenhain:

Wir werden die historischen Altstadt und ihr einmaliges Ambiente erhalten. Sie ist auf Dauer der Leuchtturm, der unsere Stadt weithin in der Region bekannt macht.

Die Erweiterung des Baugebietes „Säuruh“ in nordwestlicher Richtung werden wir angehen.

 

Götzenhain:

Wir sehen mögliche Entwicklungsflächen am nordöstlichen Ortsrand von Götzenhain im Bereich „Im Höchsten“ und auch südwestlich entlang der bestehenden Bebauung, welche im Osten am Sportplatz beginnt und sich bis zur Straße „Im Haag“ im Westen entlang zieht, können neue Häuser entstehen.

Die Bebauung des Festplatzes in der Frühlingsstraße mit einem Mehrgenerationenwohnprojekt halten wir für sinnvoll und umsetzbar.

 

Offenthal:

Den Bestand des örtlichen Nahversorgers am innerörtlichen Standort wollen wir sichern. Wenn dies nicht möglich ist, muss ein Alternativstandort im Stadtteil sichergestellt werden.

Neuen Wohnraum sehen wir am südlichen Ortsrand und auch im Bereich „Hinter den Wingerten“.

Die innerörtliche Umgestaltung der ehemaligen überörtlichen Durchgangsstraßen wird in den kommenden Jahren umzusetzen sein. Die Planungswerkstatt mit den Bürgern hat hier bereits wichtige Schritte getan.

 

Sprendlingen:

Wir wollen die Gebiete „Mauerloch“ und „In den langen Rücken“ für neue Wohnbebauung nutzen. Beim Gebiet „In den langen Rücken“ sehen wir die Möglichkeit einer Entwicklung beginnend am Sprendlinger Bahnhof im Norden bis zur Einmündung der Straße „An der Lettkaut“ im Süden (parallel zur Darmstädter Straße).

Den Bürgerpark wollen wir erhalten. Da seine derzeitige Gestaltung jedoch alles andere als optimal und attraktiv ist, werden wir ihn „überarbeiten“. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Park Raum für viele unterschiedliche aber stets gut besuchte Veranstaltungen ist. Sei es der Gottesdienst unter freiem Himmel an Pfingsten, das Spielfest des Kinderschutzbundes oder das Weinfest. Bei einer „Überarbeitung“ sollen daher entsprechende Vorkehrungen (dezentrale Versorgungseinrichtungen für Strom und Wasser) für die zukünftigen Veranstaltungen vorgesehen werden. Zugleich kann dabei auch der an das Bürgerhaus grenzende Bereich besser integriert werden. Durch eine Verlegung des kleinen Spielplatzes neben dem Bürgerhaus könnte dort eine Fläche für Open-Air-Veranstaltungen direkt am Bürgerhaus entstehen.