CDU-Stadtverordnetenfraktion stellt Antrag zur Errichtung einer Solaranlage an der A 661


Zur nächsten Ausschussrunde hat die CDU-Stadtverordetenfraktion einen neuen Antrag eingebracht. Ziel ist die Errichtung einer neuen großen Solaranlage auf der ehemals geplanten Rastanlage an der A 661 in Höhe Sprendlingens. Die erste Beratung des Antrags findet im Ausschuss für für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie (SUE) am 13.11. unter der Drucksachennummer XVI/314 statt.


Nachfolgend der Wortlaut des Antrags und die gesamte Begründung:


„Es wird gebeten, die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird beauftragt bei den zuständigen Stellen anzufragen, ob die Errichtung einer großen Solarstromanlage auf den seit vielen Jahren brachliegenden Flächen der ehemals geplanten Raststättenanlage an der A 661 in Höhe des Stadtteiles Sprendlingen möglich ist und wie die Konditionen hierfür wären.
Die Stadtwerke Dreieich GmbH sind in diesen Vorgang in geeigneter Art und Weise mit dem Ziel einzubeziehen, dass sie eine Solarstromanlage nach dem Beispiel der Anlage auf dem ehemaligen Mülldeponie bei Buchschlag später betreiben.
Sollten die Stadtwerke Dreieich GmbH kein Interesse an Errichtung und Betrieb haben, ist vor der Suche eines externen Partners die dreieicher Bürger Energiegenossenschaft eG als möglicher Partner/Projektträger anzufragen.


Begründung:
Deutschland steigt in den kommenden Jahren aus der Kernkraft sowie der Kohleverstromung aus – dies ist breiter gesellschaftlicher Konsens. Aus diesem Grund ist es zwingend notwendig den Bestand an regenerativen Stromerzeugungskapazitäten in Deutschland innerhalb der nächsten Jahre weiter auszubauen. Die Hessische Landesregierung zum Beispiel strebt eine möglichst 100%ige erneuerbare Energieerzeugung bis zum Jahr 2050 an (siehe Abschlussbericht „Hessischer Energiegipfel“ von 2011).

In den windreichen Regionen wie Norddeutschland sowie in Höhenlagen werden zu diesem Zweck reihenweise Windkraftanlagen errichtet. In den windärmeren Regionen zumeist Solaranlagen. Die CDU-Fraktion möchte mit diesem Antrag dazu beitragen, auch in Dreieich weitere erneuerbare Stromerzeugungskapazitäten – planerisch behutsam – zu ermöglichen. Hierzu soll entlang der A661 auf dem Gebiet der ehem. geplanten Rastanlage in Höhe Sprendlingen, landschaftsschonend (weil bereits mit Hecken und Bäumen eingefriedet) sowie mit geringem Flächenverbrauch (die Flächen sind zum Teil aktuell versiegelt) eine große Freiflächen- Photovoltaikanlage errichtet werden (siehe Kartenausschnitt aus BuergerGIS).


Im Idealfall könnten die Flächen nach der Errichtung des Solarparks sogar ökologisch deutlich aufgewertet werden (Stichwort Bienenweide).
Die betreffenden Flächen sind laut Hessen Mobil im Besitz des Bundes.
Da sich Photovoltaik durch Emissionsfreiheit auszeichnet, (kein Lärm, Geruch etc.) ist sie bestens geeignet für die hier vorliegende Nutzung in der Nähe von Wohnbebauung.
Der Ausbau der großen Nord-Süd Stromtrassen in Deutschland verzögert sich weiter. Der Strom aus dem Solarpark an der A661 braucht keine Überlandleitungen, er wird lokal und nachhaltig erzeugt und direkt im Dreieicher Ortsnetz verbraucht. Zusammen mit den bestehenden Photovoltaikanlagen auf der ehem. Mülldeponie Buchschlag sowie zahlreicher Anlagen auf öffentlichen-, und privaten Dächern sowie dem SolarPur-Angebot der Stadtwerke geht Dreieich bereits mit sehr gutem Beispiel voran. Das Projekt „Solarpark an der A661“ würde sich hierbei glänzend einfügen.“

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